Ich heiße Steffi Schürmann und wohne mit meiner Familie im Norden der westfälischen Stadt Gronau. (Udo Lindenberg Fans ist dieser Name ein Begriff.)

Wie ich zum Pudel kam:


Hunde gehörten schon immer zu meinem Leben, auch wenn ich als Kind nie einen eigenen Hund haben durfte. Not macht erfinderisch. Ich übernahm also erst einmal die Urlaubsbetreuung des Cockerspaniels meiner Verwandten. (Deren erstaunter Ausruf bei der Rückkehr war: „Was? Du hast den Hund sogar gebürstet? Und der hat dich nicht gebissen?“ − Nein, hat er nicht. Er hat alles geduldig ertragen und nicht einmal geknurrt.)


Danach übernahm ich regelmäßig die Gassirunden mit dem Zwergdackel der gehbehinderten Nachbarn.



Und schließlich betreute ich über viele Jahre täglich nach der Schule die Irish-Setter-Hündin von Bekannten, die berufsbedingt plötzlich zu wenig Zeit für den Hund hatten.


Nach meiner Ausbildung zur Krankenschwester sollte dann der erste eigene Hund bei mir einziehen. Und während ich noch so plante, welche Rasse denn wohl geeignet sei, lernte ich meinen Mann kennen: Hundeallergie, mit starkem allergischen Asthma!

Mein Traum schien zerplatzt!


Aber dann erinnerte ich mich an einen Artikel aus einer Tierzeitschrift, die ich als Jugendliche immer verschlungen hatte: „Wer auf Dackel allergisch reagiert, reagiert noch lange nicht auf Pudel!“

Pudel? Ich begann also zu recherchieren. Tatsächlich!

Um nicht allergisch zu reagieren, reicht es nicht alleine, dass der Hund keinen Fellwechsel hat. (Der Terrier wird z.B. getrimmt und hat deshalb auch „keinen“ Fellwechsel, verliert also im Haus keine Haare, das Fell ist aber so drahtig, dass er hochallergisch ist). Damals hieß es, dass Haut- und Fellstruktur eher dem Menschen, als dem anderer Hunde entsprechen und der Pudel (und die artverwandten Wasserhunde) deshalb keine Allergien auslösen. Ob dem wirklich so ist, weiß ich nicht. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen kommen eher zu der Ansicht, dass im Pudelfell genauso viele Allergene sind, wie in jedem anderen Hundefell auch. Die alten Haare und die Allergene, die der Pudel verliert, bleiben aber in seinen Locken hängen und müssen regelmäßig durch gründliche Fellpflege ausgebürstet/ausgebadet werden (am besten natürlich nicht von dem allergischen Familienmitglied selbst).


Wie dem auch sei, mein Mann hat sich also in die Höhle des Löwen getraut und ist mit mir zu einer Pudelzüchterin gefahren. Bei ihr im Haus lebten fünf eigene Pudel und der aktuelle Wurf von acht Welpen − keine allergische Reaktion bei meinem Mann. (Wenn wir Freunde mit einem Kurzhaar- oder Drahthund besuchen, bekommt mein Mann bereits nach wenigen Minuten asthmatische Probleme, bei Langhaarhunden dauert es zwar deutlich länger, aber auch dann kommt die allergische Reaktion.)

Und so bekam ich meinen ersten eigenen Hund: Großpudelhündin Bijou.


Meine erste Pudelhündin Bijou.

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