Der Pudel ist eine sehr alte Hunderasse, die im Laufe der Geschichte für verschiedene Aufgaben herangezogen wurde. Das Aussehen spielte damals keine Rolle, wichtig waren die Charaktereigenschaften, die der Hund mitbringen musste, um die ihm zugedachten Aufgaben zu erfüllen.



Den Wächterinstinkt hat der Pudel
in seinen Genen.
  • Wie fast jede andere Hunderasse wurde auch der Pudel in der Vergangenheit als Haus- und Hofhund eingesetzt.

    Daher hat er heute noch seine Wachsamkeit und Bellfreude, was bei der Erziehung der Welpen zum Familienhund berücksichtigt und in die Schranken gewiesen werden sollte.

    Die Wächteraufgabe der Vergangenheit kann auch heute noch bei einigen Hunden zu Zurückhaltung gegenüber Fremden führen.

    Diese Eigenschaft ist, je nachdem welche Pläne man mit seinem Hund hat, nicht unbedingt erwünscht.

    Deshalb sollten Zuchtbemühungen und frühzeitige Sozialisierung hier entgegenwirken.


  • Der Pudel wurde bei der Entenjagd zum Vorstehen (stilles Verharren, um dem Jäger das Wild anzuzeigen) und Apportieren eingesetzt.

    Apportierhunde dürfen im Gegensatz zu z.B. Stöber- oder Hetzhunden nicht frei jagen, sondern haben den Anweisungen des Jägers zu folgen.

    Diese gezielte Zucht durch die Jäger brachten einen menschenbezogenen, folgsamen, leicht erziehbaren, arbeitsfreudigen Hund hervor.

    In der heutigen Zeit sind das genau die Eigenschaften, die von einem guten Familienhund erwartet werden.


Freund oder Futter? - Alles eine Frage der Anlage, Sozialisierung und Erziehung.


Verspielt wie er ist, freut sich der Pudel über Beschäftigung.
  • Schließlich entdeckte der Adel den Pudel für sich.

    Aufgrund seines Wesens und des Fells, mit dem sich so kunstvolle Frisuren gestalten ließen, wurde er immer beliebter und schließlich als reiner Begleithund gehalten.

    Seine Intelligenz und Arbeitsfreude machten ihn zudem zu einem gern gesehenen Zirkushund.


Sämtliche Charaktereigenschaften der Vergangenheit stecken auch heute noch, mehr oder weniger ausgeprägt, im Pudel.

Die inzwischen lange Geschichte des Pudels als Begleithund und die Menschenbezogenheit machen ihn für die Zwingerhaltung ungeeignet.

Das Ziel der Zucht, Sozialisierung und Erziehung ist, die Eigenschaften zu fördern, die der Großpudel heute benötigt als Familien-, Assistenz-, Rettungs-, Spür- oder Therapiehund.


Der Pudel ist ein idealer Familienhund,
benötigt aber auch den engen Kontakt zu seinen Menschen.

Das Wesen des Hundes wird beeinflusst durch:

Rasse Ihre Aufgabe Auswahl der richtigen Rasse, damit Hund und Herrchen auch die gleichen Interessen haben (Das gilt auch für Mischlinge. Welche Rassen stecken dahinter und welcher Charakter/Interessen entstanden durch die Verpaarung dieser Rassen?)
Vererbung meine Aufgabe die richtige Auswahl der Elterntiere
Prägung meine Aufgabe Frühförderung und Sozialisierung
Erziehung Ihre Aufgabe ruhige, konsequente Erziehung; Fortsetzung der Sozialisierung; den Hund seinen Neigungen entsprechend fördern und fordern ohne ihn zu überfordern


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